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Digital Marketing

Was kostet Google Ads? Budget-Planung für B2B-Unternehmen

„Was muss ich bei Google Ads investieren?“ Diese Frage hören wir in fast jedem Erstgespräch. Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Aber das ist keine Ausrede, sondern der Startpunkt für eine transparente Kalkulation. Hier sind die echten Zahlen.

LIWA media3. Mai 20268 min LesezeitDigital Marketing
Google Ads Kosten und Budget-Planung für B2B

Wie Google Ads abgerechnet wird

Bevor wir über Budgets sprechen, ein kurzer Blick auf die Mechanik: Bei Google Ads kaufst du keine Werbeplätze zu Festpreisen. Stattdessen nimmst du an einer Echtzeit-Auktion teil. Jedes Mal, wenn jemand einen Suchbegriff eingibt, entscheidet Google in Millisekunden, welche Anzeige erscheint und was sie kostet.

Dabei zahlst du nach dem CPC-Modell (Cost per Click): Kosten fallen nur an, wenn jemand tatsächlich auf deine Anzeige klickt. Bloßes Erscheinen der Anzeige ist kostenlos. Was du pro Klick zahlst, hängt von mehreren Faktoren ab; der Qualitätsfaktor ist eine Google-Diagnose auf einer Skala von 1 bis 10, basierend unter anderem auf erwarteter Klickrate, Anzeigenrelevanz und Landingpage-Erfahrung.QuelleGoogle Ads Help: Quality Score ist ein Diagnosewert von 1–10 und basiert auf Expected CTR, Ad relevance und Landing page experience.

Wichtig: Ein guter Qualitätsfaktor kann die Effizienz deiner Kampagnen deutlich verbessern. Das bedeutet: Die Qualität deiner Anzeigen und Landingpages ist genauso budgetrelevant wie das Gebot selbst.QuelleGoogle Ads Help: Quality Score dient als Diagnose für Anzeigen- und Landingpage-Qualität; bessere Relevanz kann die Kampagnenleistung verbessern.

Klickpreise nach Branche: Was ein Klick im B2B wirklich kostet

Die Kosten pro Klick variieren enorm, je nach Branche, Wettbewerbsdichte und dem wirtschaftlichen Wert des Keywords. Die folgende Tabelle sind Richtwerte aus LIWA-Erfahrung, abgeglichen mit internationalen Branchenbenchmarks; sie ersetzen keine Prognose für dein konkretes Konto.QuelleRichtwerte aus LIWA-Erfahrung plus WordStream Google Ads Benchmarks 2025; WordStream-Daten sind US-/Suchkampagnen-Medianwerte und nicht 1:1 Deutschland-Prognosen.

BrancheØ CPCWettbewerb
Handwerk & lokale Dienste0,80 – 2,50 €Mittel
E-Commerce0,50 – 2,00 €Hoch
B2B-Dienstleistungen2,00 – 8,00 €Hoch
IT & Software (SaaS)5,00 – 15,00 €Sehr hoch
Rechtsberatung8,00 – 25,00 €Sehr hoch
Finanzen & Versicherungen5,00 – 20,00 €Sehr hoch
Industrie & Maschinenbau1,50 – 5,00 €Mittel

Die Faustregel: Je höher der Kundenwert in einer Branche, desto höher der Klickpreis.Ein Rechtsanwalt, dessen Mandant 10.000–50.000 € wert ist, kann einen CPC von 15 € problemlos refinanzieren. Ein B2B-Industriezulieferer mit Aufträgen im fünfstelligen Bereich ebenso. Entscheidend ist nicht der absolute Klickpreis, sondern das Verhältnis zu deinem Kundenwert.

Realistisches Budget für B2B-Unternehmen

Google Ads hat kein Mindestbudget, theoretisch kannst du mit einem Euro pro Tag starten. Die realistische Frage lautet: Wie viel Budget brauchst du, um valide Daten zu sammeln und profitabel zu optimieren?

1500 €+

empfohlenes monatliches Werbebudget für B2B-StarterQuelleLIWA-Richtwert für B2B-Startbudgets; abhängig von Branche, CPC und Ziel-CPA.

3–6 Monate

bis genügend Daten und Sales-Cycle-Signale vorliegenQuelleLIWA-Erfahrungswert für B2B-Kampagnen mit längeren Entscheidungszyklen; nicht identisch mit Googles kurzer technischer Lernphase.

30+ Conversions

pro Monat als Zielwert für stabileres Smart BiddingQuelleGoogle Ads Help: Für konsistentes Targeting mit Google AI empfiehlt Google mindestens 30 Conversions pro Monat und Anzeigengruppe.

Mit weniger als 1.000 € monatlichem Werbebudget wird es im B2B-Bereich oft schwierig, genug Klickdaten für fundierte Optimierungen zu sammeln. Zudem steigt der Anteil der Agenturkosten am Gesamtbudget unverhältnismäßig. Ein guter Richtwert: Die Agenturkosten sollten maximal 20–25 % des Gesamtbudgets ausmachen.QuelleLIWA-Richtwert aus Projekt- und Budgetplanung; abhängig von Konto-Komplexität, Branche und Betreuungsumfang.

Budget-Verteilung: Wohin fließt das Geld?

Für ein B2B-Unternehmen mit einem Gesamtbudget von 3.000 € pro Monat empfehlen wir diese Aufteilung:

Budget-Verteilung bei 3.000 € / MonatQuelleLIWA-Richtwert für B2B-Starterbudgets; interne Budgetaufteilung, keine externe Studie.

3.000 €pro Monat
60%Search-Kampagnen1.800 €

Keywords mit hoher Kaufintention, der wichtigste Kanal für direkte Anfragen.

20%Remarketing600 €

Besucher erneut ansprechen, im B2B mit langen Entscheidungszyklen besonders wirkungsvoll.

20%Test-Budget600 €

Neue Keywords und Kampagnentypen testen. Ohne Experimente keine Optimierung.

ROI-Berechnung: Wann sich Google Ads rechnet

Die entscheidende Frage ist nicht „Was kostet Google Ads?“, sondern „Was bringt es mir?“. Eine einfache Rechnung zeigt, ob sich die Investition lohnt:

Rechenbeispiel: B2B-DienstleisterQuelleLIWA-Beispielrechnung zur ROI-Logik; Annahmen sind bewusst gerundet und nicht als Branchenbenchmark gemeint.

Klickpreis (CPC)4 €
Klicks pro Monat250
Werbekosten1.000 €
Conversion-Rate4 %
Anfragen10
Abschlussquote (jede 3. Anfrage)3 Aufträge
Auftragswert8.000 €
Umsatz24.000 €
Werbekosten (1.000 €)
Umsatz (23.000 €)

ROI: 2.300 %, für jeden investierten Euro kommen 24 € zurückQuelleMathematische Ableitung aus dem dargestellten LIWA-Beispiel: 1.000 € Werbekosten und 24.000 € Umsatz.

Natürlich ist das ein idealisiertes Beispiel. Aber es zeigt das Grundprinzip: Google Ads ist im B2B-Bereich besonders profitabel, weil einzelne Aufträge oft Tausende bis Zehntausende Euro wert sind und selbst hohe Klickpreise sich durch wenige gewonnene Kunden amortisieren.

Die Faustregel: Google Ads lohnt sich eher, wenn dein Deckungsbeitrag pro Kunde mindestens 5.000 € beträgt. Bei kleineren Margen brauchst du entweder niedrigere Klickpreise (z.B. durch Long-Tail-Keywords) oder einen hohen Customer Lifetime Value durch Folgeaufträge.QuelleLIWA-Faustregel für B2B-Leadgen-Kalkulation; keine externe Marktstudie.

Was eine Google Ads Agentur kostet

Neben dem Werbebudget, das direkt an Google fließt, fallen Kosten für die professionelle Betreuung an. Im DACH-Raum gibt es drei gängige Preismodelle:

ModellKostenGeeignet für
Monatspauschale1.000 – 3.000 €/MonatDie meisten B2B-Unternehmen
Prozent des Werbebudgets15 – 20 % des Ad SpendGrößere Budgets (ab 5.000 €/Monat)
Stundenabrechnung120 – 180 €/StundeProjektbasierte Betreuung

Vorsicht bei Billigangeboten: Wer 50–100 € pro Monat für Google Ads Management zahlt, bekommt in der Regel eine automatisierte Standardlösung ohne echte Optimierung.QuelleLIWA-Einschätzung aus Agenturpraxis; kein externer Branchenbenchmark. Eine gute Agentur kann durch effiziente Steuerung oft mehr Werbebudget einsparen, als sie an Gebühren kostet, durch bessere Anzeigenqualität, präzisere Keywords und konvertierende Landingpages.

Die 5 teuersten Fehler bei der Budget-Planung

01

Traffic auf die Startseite leiten

Jede Kampagne braucht eine dedizierte Landingpage mit klarem CTA. Die Startseite ist oft zu generisch und verschenkt Conversion-Potenzial.QuelleLIWA-Erfahrungswert aus Kampagnen- und Landingpage-Optimierung; bewusst ohne pauschale Prozentbehauptung formuliert.

02

Kein Conversion-Tracking einrichten

Ohne sauberes Tracking weißt du nicht, welche Keywords Anfragen bringen und welche nur Budget verbrennen. Tracking ist Pflicht, ab Tag eins.

03

Zu breite Keywords verwenden

'Design' statt 'Webdesign Agentur Landshut Preis': Breite Keywords generieren viele irrelevante Klicks. Im B2B zählt Präzision: Lieber 10 hochrelevante Keywords als 100 generische.

04

Negative Keywords vergessen

Ohne negative Keywords erscheint deine Anzeige bei irrelevanten Suchanfragen. Ein Anwalt für Arbeitsrecht, der für 'Arbeitsrecht Studium' zahlt, verschwendet Budget.

05

Zu früh aufgeben

B2B-Kampagnen brauchen häufig 3–6 Monate, bis genügend Daten und Sales-Cycle-Signale vorliegen. Googles Algorithmen lernen aus Daten, und je mehr Conversions, desto besser die automatische Optimierung.QuelleLIWA-Erfahrungswert für B2B-Kampagnen; Google empfiehlt für Smart Bidding ausreichend Conversion-Daten, u. a. 30 Conversions/Monat für konsistentere Zielerreichung.

Google Ads oder SEO? Die richtige Kombination

Die Frage „Google Ads oder SEO?“ ist falsch gestellt. Die Antwort ist fast immer: beides. Aber mit unterschiedlichen Rollen.

Google Ads liefert sofortige Sichtbarkeit und planbare Leads, ideal für den Start, neue Leistungen oder saisonale Kampagnen. Gleichzeitig liefert es wertvolle Daten darüber, welche Keywords und Botschaften funktionieren.

SEO baut langfristige organische Sichtbarkeit auf, ohne laufende Klickkosten. Die Anfangsinvestition ist höher, aber nach 6–12 Monaten senkt organischer Traffic die Abhängigkeit von Paid Ads und damit die Gesamtkosten pro Lead erheblich.

Unsere Empfehlung: Der 3-Phasen-Plan

1

Monat 1–3: Google Ads first

Sofort Anfragen generieren, Daten sammeln, Keywords testen.

2

Monat 3–6: SEO parallel aufbauen

Organische Sichtbarkeit mit den Keywords aufbauen, die in Ads bereits konvertieren.

3

Ab Monat 6: Budget verschieben

Schrittweise von Ads zu SEO umschichten, bis eine gesunde Balance aus bezahlter und organischer Sichtbarkeit erreicht ist.

Weiterlesen: Wie SEO, Google Ads und weitere Kanäle optimal zusammenspielen, erklären wir in Digital Marketing Landshut: SEO, Google Ads & mehr für Unternehmen.

Kein Kostenfaktor, sondern ein Hebel

Google Ads ist keine Ausgabe, sondern eine Investition mit messbarem Return. Wenn ein investierter Euro fünf Euro Umsatz generiert, ist das Budget keine Kostenstelle mehr, sondern ein Wachstumshebel.

Für B2B-Unternehmen mit einem Kundenwert ab 5.000 € gehört Google Ads zu den profitabelsten Vertriebskanälen überhaupt. Vorausgesetzt, die Strategie stimmt: präzise Keywords, sauberes Tracking, konvertierende Landingpages und eine Agentur, die nicht nur Klicks, sondern Anfragen und Umsatz misst.

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